Eva M. Rath

Ich würde mich freuen, wenn Du etwas über Dich und deine Werke erzählst.

Ich wurde 1984 in Düsseldorf geboren. Meine Stadt fand ich schon immer sehr lebenswert, weshalb ich auch zum Studium hier geblieben bin und an der Universität in Düsseldorf „Medien und Kulturwissenschaft“ studiert habe, wobei ich mich nebenbei intensiv mit Musik und Kunst beschäftigte. Meinen Traumberuf habe ich leider noch nicht gefunden, und so habe ich momentan mehrere Jobs, mit denen ich mein Lebensunterhalt bestreite. In der Zeit, die mir daneben bleibt, widme ich mich der Schriftstellerei. Meinen ersten Roman habe ich im September 2014 veröffentlicht. „Unter Glas – Rheinnächte“, eine Romanze mit einer Prise Erotik, spielt – wie alles, was ich schreibe – in meiner Heimatstadt Düsseldorf. Im Moment arbeite ich sehr fleißig an der Fortsetzung des Romans, da dieser unbedingt noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Zudem möchte ich im kommenden Jahr gerne das Debüt meiner Rheinlegendchen-Reihe aus dem Genre Chick-Lit zu Ende schreiben und veröffentlichen.

Wie und wo sind Dir die Ideen zu deinen Büchern gekommen?

Die Idee zu „Unter Glas“ – und das ist jetzt kein Witz – habe ich geträumt. Ich gehöre zu den Menschen, die sehr intensive und sehr deutliche Träume haben, die oftmals eine Geschichte erzählen. Eines Nachts, irgendwann 2013, hatte ich den Traum von dieser Bar, in der ein Mann sitzt und sich mit Frauen trifft, die ihn offensichtlich dafür bezahlen. Die Geschichte nahm eine andere Wendung, als ich diesem Mann wieder begegnete: Ich will aber nicht jetzt schon verraten, was passiert, da ich diese Szenen in „Unter Glas“ ziemlich genau übernommen habe und sie zu viel verraten würden. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ich die Geschichte meiner Hauptfigur Jerry geträumt habe. Die Figur Marie und alles drum herum habe ich mir dann später ausgedacht. Jetzt fragt mich bitte nicht, wie mein Unterbewusstsein auf solche Ideen kommt… ;)

Wo schreibst Du am liebsten? Und hast Du ein bestimmtes Ritual dabei?

Einen Lieblingsort habe ich eigentlich nicht. Ich kann überall schreiben, auf dem Sofa, am Tisch, in der Bahn auf dem Tablet, im Café, und da ich oft auch nachts schreibe, ist auch das Bett für mich absolut in Ordnung. Viel wichtiger als der Ort ist für mich die Musik. Ich bin ein großer Filmmusikfan und habe mir relativ schnell einen „Unter Glas“-Soundtrack zusammengestellt. Da ich unter anderem Klaviermusik liebe, bin ich irgendwie auf den Filmmusikkomponisten Ludovico Einaudi gestoßen. Die Musik passt meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte von Jerry und Marie. Während ich schreibe, habe ich für jede Situation das passende Stück und für jede Person ein eigenes Thema. Ohne meine Musik geht mir das Schreiben einfach nicht so leicht von der Hand.

Wenn Dein Buch „Unter Glas“ verfilmt werden würde, welche Schauspieler würdest Du am liebsten für welche Rolle casten?

Für die Hauptfiguren finde ich es leider sehr schwer, ich habe einfach eine zu genaue Vorstellung von ihnen und mir ist bis jetzt noch kein passender Schauspieler über den Weg gelaufen, aber ich habe einen Wunsch für die Rolle von Jerrys Vater: Ich würde ihn gerne mit Uwe Kockisch besetzten. Er ist ein sehr guter Schauspieler und wird der Komplexität dieser Rolle durchaus gerecht. So viel sei verraten: Die Rolle mag im Moment noch relativ klein und unbedeutend erscheinen, aber er wird in der Geschichte noch einen prominenten Platz einnehmen. Sein Charakter entwickelt sich zu einem der komplexesten, man könnte sagen: Er hat eine beinahe zweigeteilte Persönlichkeit und lässt sich nicht in ein Schwarz-Weiß-Muster zwängen. Lange Rede, kurzer Sinn: für diese Rolle bedarf es eines Schauspielers wie Uwe Kockisch.

Welchen Rat gibst Du den „jungen“ Autoren mit auf den Weg?

Oh, das ist schwer. Ich fühle mich ja selbst noch als „junge“ Autorin. Aber ich kann jedem nur raten, und das gilt nicht nur für die Schreiberei, seine Träume nicht aufzugeben. Künstler zu sein bedeutet, sich immer wieder aufs Neue auf ein Podium zu stellen und sich zu präsentieren. Das gilt für Autoren genauso wie für Schauspieler. Kritik ist dabei nicht immer leicht zu ertragen, weil man durch die Kunst einen Teil von sich selbst einbringt. Man muss lernen hinzufallen und vor allem dann wieder aufstehen zu lernen. Denn nur wer am Ball bleibt, hat die Chance ein Tor zu schießen.

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